UVM Impulsvortrag | Praxisnahe Bauforschung für die Arbeits- und Lebensräume von morgen

    10.10.2017 – 18:30-20:30

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Thema: Praxisnahe Bauforschung für die Arbeits- und Lebensräume von morgen

 

Referent: Prof. Dr. Ing. Dipl. Phys. Klaus Peter Sedlbauer, Leiter Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

 

Veranstaltungsort: OPED GmbH, Medizinpark 1, 83626 Valley / Oberlaindern

 

 Der Referent:

2012 Sedlbauer

Prof. Sedlbauer studierte Physik an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München. Ab 1992 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart und Holzkirchen tätig. Nach der Promotion (2001) war er zunächst stellvertretender Institutsleiter, 2003 übernahm er die Leitung des Fraunhofer IBP.

 

Von 2003 bis 2014 war Prof. Sedlbauer zudem Ordinarius des Lehrstuhls für Bauphysik der Universität Stuttgart. Seit April 2014 ist er Ordinarius des Lehrstuhls für Bauphysik an der TUM.

 

Des Weiteren ist Prof. Sedlbauer ständiges Mitglied der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK) des Umweltbundesamtes (seit 2003) sowie Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Nach­haltiges Bauen (DGNB). 2008 wurde er zum Sprecher der Fraunhofer-Allianz Bau und der Forschungsallianz Kulturerbe ernannt. Seit 2013 gehört er den Mitgliedern der Technikwissenschaftlichen Klasse bei der Berlin-Branden­burgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) an und seit 2014 ebenso der Kommission „Nachhaltiges Bauen“ des Umweltbundesamtes (UBA).

 

 

 

 

 

 Der Impulsvortrag:

 

In Zeiten von Klimawandel, steigenden Energiepreisen, einer Verknappung der Ressourcen sowie einem gesteigertem Bewusstsein für Energieeinsparung, ist das Thema Energieeffizienz in den Fokus gerückt. Doch wenn der Blick sich primär auf Energie- und Kosteneffizienz von Gebäuden richtet, wird das entscheidende Qualitätsmerkmal, nämlich der Mensch als Nutzer, oftmals vernachlässigt.

 

In der industrialisierten Gesellschaft verbringen die meisten Menschen durchschnittlich 90 Prozent ihres Lebens in geschlossenen Räumen: Wohnung, Schule oder Arbeitsplatz sollen dabei ein möglichst angenehmes Innenraumklima haben, das unsere mentale und physische Leistungsfähigkeit unterstützt und in dem wir uns wohlfühlen. Dazu verbraucht der Nutzer Ressourcen – zumeist Energie – für Heizung oder Kühlung, Belüftung und Licht. Auf der anderen Seite besteht natürlich auch immer die Gefahr, dass in dem komplexen System Gebäude nicht alle Parameter den Vorstellungen der Planer entsprechen.

 

Negative Folgeerscheinungen sind Bauschäden, allen voran Schimmelpilzwachstum und hierdurch eine Herabsetzung der Behaglichkeit für die Nutzer bis hin zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung. Zur Auslegung heutiger Gebäude und der dazugehörigen Anlagentechnik wird zunehmend auf Softwaretools zurückgegriffen. Hierbei existiert eine Vielzahl an spezialisierten Einzellösungen, die Berücksichtigung der Interaktion zwischen dem Nutzer und des Gebäudes wird bisher nur ansatzweise betrachtet.

 

In der Bauforschung wird aktuell daran gearbeitet die Planungstools hin zu holistischen Lösungen weiter zu entwickeln, um Gebäude nicht nur energieeffizient sondern auch nutzerfreundlich, netzaffin, umweltgerecht, klimaangepasst und bauschadentolerant gestalten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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