Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland – Förderprojekt wird verlängert

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Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland – Förderprojekt wird verlängert

 

Das Miesbacher Oberland, alle 17 Gemeinden des Landkreises Miesbach sind seit 2015 ausgezeichnet als „staatlich anerkannte Öko-Modellregion“.  Die Projektförderung in Form einer Koordinationsstelle durch das Bayerische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde erstmals auf 2 Jahre befristet. Nun hatte das Miesbacher Oberland die Chance, sich um eine Verlängerung um weitere 3 Jahre zu bewerben und war erfolgreich!

 

Das Team aus Bürgermeister Josef Lechner, ÖMR-Koordinatorin Marika Kinshofer und Alexander Schmid, Geschäftsführer der SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH, konnte die 10-köpfige Jury aus Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft in der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising mit einer Präsentation der bisherigen Projekte und den weiteren Planungen überzeugen.

 

Was die ÖMR Miesbacher Oberland von Anfang an auszeichnet ist nicht nur die hohe Anzahl an Bio-Bauern, aktuell knapp 30 %, auch der Ansatz der Beteiligungsmöglichkeit regionaler Akteure wird ernst genommen. So hat sich bereits einiges getan:  Die Kräuterregion Leitzachtal bietet ein erweitertes Angebot an Kräuterexkursionen und -kursen des Arbeitskreises „KräuterKraftNatur – unser Leitzachtal“. Zukünftig soll das Leitzachtal als “Hollertal “ bekannt werden mit dem Holunder als Zugpferd und Alleinstellungsmerkmal für Produkte und in der Gastronomie.

 

Pilotgemeinde im Bereich Schaffung vielfältiger Blühflächen ist dieGemeinde Warngau, die nun kommunale Flächen in Blühflächen umwandelt und als Ausgleichsflächen verbuchen kann.  

 

Mit dem Projekt Miesbacher Weiderind wird eine Qualitätsstrategie verfolgt, die gesamte Wertschöpfungskette Fleisch beleuchtend. Von der Erzeugung hinsichtlich Rasse, Fütterung, Haltung über die Schlachtung und Verarbeitung, ausreichender Reifung, besonderer Schnittmethoden zu Vertriebswegen der Direktvermarktung, Gastronomie und Metzgereien. Das Netzwerk befindet sich im Aufbau, ein Workshop und ein Grill-Verkostungstreffen mit Landwirten, Metzger und Gastronomen haben bereits stattgefunden.

 

Durch Bürgerbeteiligung konnte die Familie Berghammer ihr „Tegernseer bio Weiderind“ sehr erfolgreich vorverkaufen. Konzept und Marketing erfolgte in Zusammenarbeit mit Petra Wähning und der ÖMR mittels PR und durch das SMG-Netzwerk. Anfang April veranstaltete die SMG eine große, internationale Konferenz im Waitzinger Keller „INVEST IN BIO + REGIO – neue Investitionswege in biologische und regionale Lebensmittel“. Dabei wurden die Themen Crowdfunding, Solidarische Landwirtschaft und Genussscheine vorgestellt und Beispielbetriebe der Region besucht.

 

Zum Thema Regionalprodukte in Schulen und öffentlichen und betrieblichen Kantinen wurden Kochevents, eine Fachtagung und ein Workshop angeboten. Es folgte der Start des BioRegio-Coachings mit der Frischeküche Holzkirchen. Weiter geplant sind der Einsatz bio- und regionaler Produkte in kommunalen Einrichtungen wie das Krankenhaus Agatharied und das Seniorenzentrum Schwaighof in Zusammenarbeit mit Landrat Wolfgang Rzehak. 

 

Die Berichterstattung zur Öko-Modellregion erfolgte mit rund 60 Artikeln in der regionalen Presse. Darüber hinaus wurde die ÖMR in verschiedensten Regionalmagazinen vorgestellt. Eigens geplante und organisierte Veranstaltungen, wie die Wertschöpfungs-Radtour „Milch“ und Exkursionen zur BioFach machen Themen der Landwirtschaft und nachhaltiger Ernährung sichtbar und erreichen immer mehr Bürger.

 

20 Monate Öko-Modellregion Miesbacher Oberland haben gezeigt, dass das Thema in Bezug auf Kommunen und Verbraucher große mediale Aufmerksamkeit erreicht, mit breiten Erwartungen einhergeht und eine besondere Vernetzungsmöglichkeit im Bereich Landwirtschaft und Regional-vermarktung bietet. Schon jetzt erweist sich das Miesbacher Oberland beispielhaft im Vergleich zu Bayerns Öko-Modellregionen.

 

Eine entscheidende Änderung innerhalb des Konzeptes wird die Fokussierung auf folgende Themen sein, wie es die ÖMR-Website bereits wiederspiegelt:  Kräuterregion Leitzachtal, Blühflächen in Kommunen, Miesbacher Weiderind-Qualitätsstrategie, Landwirtschaftliche Diversifizierungsbörse und Finanzierung über Bürgerbeteiligung. Des Weiteren Informations- und Bewusstseinsbildung sowie der Ausbau des „Stadt-Land-Dialogs“ mit der Genussgemeinschaft Städter & Bauern aus München. Demnächst wird die Steuerungsgruppe intern Klausur halten, um die Planungen bis 2020 zu fixieren. Damit hoffen die Initiatoren auf die erneute Zustimmung der Landkreis-Gemeinden, nur dann kommt es auch zu einer gemeinsam getragenen Verlängerung der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland.

 

Kontakt:

Marika Kinshofer

Öko-Modellregionsmanagerin Miesbacher Oberland

SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH
marika.kinshofer@smg-mb.de

Rathausplatz 2 | 83714 Miesbach

Telefon 0 80 25 - 993 72 - 22